Clanlos im Gamesall

Wow, mit Real World Racing hat Playstos einen echten Knaller im Racing Genre hingelegt. Die Mischung aus Top-Down Racing, mit dem Google Maps Design, sieht nicht nur wahnsinnig gut aus, sondern spielt sich auch so. Als ich die Demo ausprobierte, war ich schon nach wenigen Minuten schwer angetan und habe mir direkt bei Steam Real World Racing gekauft. Dass dieses geniale Rennspiel beileibe kein reines Arcade Rennspiel ist und auch die Hardcore Racer ansprechen dürfte, dessen bin ich mir fast schon sicher.

Gelungene Mischung aus Simulation und Arcade

Real World Racing

Real World Racing schafft das Kunststück, Arcade und Simulation im Spiel so zu vereinen, dass der Spielspaß auf sehr hohem Level bleibt. Die Fahrzeuge besitzen zwar kein Schadensmodell, sodass Unfälle ohne Folgen am Wagen bleiben aber die dicken Rennboliden benötigen viel Feingefühl bei Gas, Bremsen und Lenkung. Besonders trifft dies auf die Rennklasse 1 zu denn dort tummeln sich wahre Rennraketen. Einen echten Ferrari oder Porsche kann in der Realität auch nicht jeder auf Anhieb auf der Straße halten. Die Wagenklasse 5 hingegen sind typische kleine und mittlere Stadtflitzer, mit denen man auch viel Spaß in Real World Racing bekommt. Gerade für den Anfang empfehlen sich diese Kisten. Mein favorisierter Wagen für den Start ist der Rutzler Leda, und wenn ihr genügend Geld eingefahren habt, kauft direkt den Natoma Wombat. Wer sich über diese seltsamen Bezeichnungen wundert, Playstos wird wohl aus Kostengründen auf die Original Bezeichnungen verzichtet haben. Die Wagen selbst sind Modellen aus der Realität entnommen und besitzen auch ähnliche Fahreigenschaften.

Steuerung

Viel Auswahl

Fahreigenschaften ist ein gutes Stichwort denn jedes Auto besitzt spezielle Merkmale, die sowohl Vor- als auch Nachteile im Rennverlauf haben. Der oben erwähnte Natoma Wombat beispielsweise, hat einen erbärmlichen Anzug und braucht entsprechend lange, bis er ordentlich auf Touren kommt. Dafür ist die Spurtreue und Lenkung für Einsteiger optimal. Der Wagen bricht kaum aus, verträgt auch den einen oder anderen Rempler ohne sich zu drehen und gewinnt aufgrund seiner gutmütigen Eigenschaften, einige Rennen. Dazu ist allerdings gekonntes Windschattenfahren angesagt und Geduld braucht es auch. Der Natoma Wombat kommt kurz gesagt, aus der Tiefe.

Real World Racing spielt sich am besten mit dem Gamepad, Tastatur geht die ersten paar Rennen auch noch aber spätestens, wenn man in engen Gassen um Plätze kämpft, ist ein Gamepad klar von Vorteil. Dennoch hätte ich mir die Steuerung einen Tick sensibler gewünscht. Selbstverständlich kann auch zwischen manuelle oder automatische Schaltung gewählt werden. Ich fahre derzeit hauptsächlich noch mit Automatik, greife aber bei den Rennraketen auf manuelle Schaltung zurück. Drifts mit Automatik ist halt für die Tonne.

Kampagne, online Modus, Arcade und Zeitfahren

Nachtrennen

Real World Racing bietet so ziemlich jeden Modus an, den man sich für solch ein Rennspiel wünscht. Die Kampagne ist teils bockschwer und definitiv eine Herausforderung, an der ich gut zu kämpfen habe. Hier lohnt es sich, die Autos genauer zu kennen, denn manche Strecken benötigen Spezialisten, um überhaupt erfolgreich gemeistert werden zu können. Mit dem Lieblingswagen die Kampagne komplett durchzufahren ist also nicht drin. Die Kampagne verlangt zudem euer komplettes Können am Lenkrad. Zeitfahren, Slalom, Hubschrauber Verfolgung, Drift Rennen und dergleichen mehr. Abwechslungsreich? Auf jeden Fall! Frustmomente? Gibt es, aber die Motivation bleibt immer auf einem sehr hohen Niveau, genau wie einige Passagen der Kampagne. Dafür fallen die Belohnungen auch üppig aus. Dicke Flitzer als Bonus werden von mir direkt im Arcade Modus Probe gefahren.

Zeitfahren

Im Arcade Modus stecken die Schnellrennen, bei denen man gegen CPU Gegner antritt. Die KI ist ganz ordentlich. Nicht jeder Gegner lässt sich bereitwillig überholen oder schlicht ausbremsen. Bei Strecken mit schmalen Straßen wird es schnell mal knapp. Der Arcade Modus bietet freie Auswahl der Strecken und Autos (nur die freigeschalteten), Rundenanzahl sowie Schwierigkeitsgrad. Alles ideale Voraussetzungen um sich schnell mit Real World Racing vertraut zu machen. Bevor ihr die Kampagne startet, absolviert einige Schnellrennen. Ihr verdient nebenbei auch noch Geld, um im Shop bessere Autos zu kaufen.
Die Demo Version hinterlässt auch einen guten Eindruck und kann sicherlich 1-3 Stunden gut unterhalten. Natürlich finden sich auch Ranglisten und Rundenzeiten in Real World Racing wieder. Was den online Multiplayer Modus angeht, da ist leider noch recht wenig los. Das Spiel ist eben noch nicht allzu bekannt, hoffentlich ändert sich das noch.

Streckendesign und Grafik

Garagenshop

Die Grafik ist für solch ein Top-Down Racing Game echt klasse und weist auch viele nette Details auf, die man erst nach dem Rennen in der Wiederholung so richtig wahrnimmt. Für die Rennstrecken wurde Google Maps als Vorlage genommen und Playstos hat somit realitätsnahe Strecken erschaffen. Mit 180kmh durchs Brandenburger Tor sausen, das hat schon was. Einen Strecken Editor gibt es derzeit noch nicht (Google Maps – Urheberrechtliche und Lizenzgründe) aber da soll wohl noch etwas in Planung sein. Einige Streckenabschnitte sind teils arg dunkel geraten, was durch Schatten und Bäume in enge Straßen manchmal für dicke Schrammen am Lack sorgt. Ein Schadensmodell für Autos gibt es übrigens nicht. Hier schlägt der Arcade Part voll durch. Unfälle haben keine Konsequenzen am Auto, sollten aber dennoch tunlichst vermieden werden. Wer will schon als Letzter ins Ziel kommen? Wem die Strecken zu Dunkel oder zu überladen sind, deaktiviert die Signalpfeile (Richtungsanzeige) und Ideallinie. Ansonsten sind die über 50 Strecken und 80 auswählbare Autos sehr abwechslungsreich geraten.

Fazit

Real World Racing ist alles andere als ein kurzweiliges Rennvergnügen und nach gut 15 Stunden Spielzeit habe ich noch längst nicht alle Herausforderungen gemeistert. Die Mischung aus Arcade, Simulation in Kombination mit dem Google Maps Grafik Stil in Top-Down Ansicht, ist nicht nur mutig, sondern auch äußerst gelungen. Real World Racing toppt in puncto Spielspaß sogar TrackMania Valley und das will wirklich was heißen. Überzeugt euch am besten selbst und zieht die Demo und dreht ein paar Runden. Real World Racing rockt und ist mein persönliches Indie Spiel des Jahres 2013. Für schlappe 13,99 Euro bei Steam oder beim Entwickler. Leider nur PC.

Real World Racing bei Steam Facebook Share Twitter Google+

8 Antworten auf Real World Racing – der Google Maps Racer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.