Clanlos im Gamesall

Am Freitag wurde Deadly 30 veröffentlicht und da ich gestern endlich mal wieder etwas mehr Zeit für mich, und zum Zocken hatte, habe ich mir das Spiel kurzerhand gekauft. Deadly 30 ist eine Mischung aus Zombie Shooter und Tower Defense Elementen und diese interessante Kombination hatte bereits vor gut zwei Wochen meine Neugierde geweckt.

Deadly 30

Deadly 30

In Deadly 30 müsst ihr als Soldat 30 Nächte überstehen und Horden von Zombies abwehren. Hört sich jetzt nicht so schwer an aber im Spielverlauf sieht es ganz anders aus, da wird es nämlich zeitweise bockschwer den Level bzw. die Nacht zu überstehen.

Die unterschiedlichen Tagesphasen haben natürlich auch Auswirkungen. Während man in der Nacht tunlichst in seinem Bunker sein sollte und diesen mit allen Mitteln verteidigen muss, geht es in der Dämmerung ein wenig gemütlicher zu. Es werfen einen dann nicht so zahlreiche Zombies entgegen, es reicht aber um den Spieler dennoch auf Trab zu halten. Genau in dieser Tagesphase, solltet ihr euch außerhalb eures Bunkers bewegen, um Ressourcen und neue Mitstreiter ausfindig zu machen.

Ressourcen

Ihr benötigt stets irgendwelchen Eisenschrott, damit ihr euren Generator, Zäune oder Abwehranlagen errichten oder reparieren könnt. Der Eisenschrott ist auch das Zahlungsmittel, um Munition, Verbandskasten oder bessere Waffen kaufen zu können. Der Shop steht euch nur zur Verfügung, wenn der Generator der Basis auch läuft. Außerdem können im Shop auch Kisten, Selbstschussanlagen und dergleichen mehr, für die Verteidigung der Basis angeschafft werden. Wie bereits erwähnt, benötigt ihr dazu den Eisenschrott, den man sich am besten außerhalb der Basis besorgt. Meistens liegt dieser am Boden herum und ist dementsprechend schnell und einfach aufgesammelt. Leider reicht die Menge meistens gerade mal für neue Munition. Die wirklich großen Brocken sind entweder in Kisten oder stehen als Wagen bzw. als Panzer in der Gegend herum. Dann hat man die Chance, die Teile auseinanderzunehmen, was aber eine kleine Weile dauert. Eine nette Gelegenheit, die die Zombies selbstverständlich gerne nutzen, um euch kurz Hallo zu sagen. Glücklicherweise erlaubt Deadly 30, das man gleichzeitig die Kisten plündern und Zombies bescheissen kann (netter Typo der auch passt). Multitasking pur, so mögen wir das.

Waffen

Bunker

Die Auswahl an Waffen ist recht überschaubar aber dafür besitzen diese auch im Spiel spürbar unterschiedliche Merkmale. Mit einem Sturmgewehr wird nicht nur schneller und intensiver geschossen, sondern auch wesentlich flotter nachgeladen als bei einem Gewehr. Dafür ist der Schadenseffekt deutlich geringer als bei einer doppelläufigen Schrottflinte. Auf die diversen Knarren hat man auch erst im weiteren Spielverlauf Zugriff. In gewohnter Manier muss stets ein bestimmtes Level erreicht werden um als Belohnung die Zombies nicht mehr mit einem Peng, sondern mit einem Bumm platt machen zu können. Vorrausetzung dafür ist auch hier wieder ausreichend Alt Metall vorrätig zuhaben, um die Waffe überhaupt im Shop erwerben zu können. Andernfalls bleibt es beim Peng.

Handgranaten oder vergleichbare Kamelle aus dem Kriegskarneval sucht man bei Deadly 30 leider vergeblich. Der Spieler kann auch nicht mit jedem Soldaten auf das komplette Waffenarsenal zugreifen denn jede Waffenart wurde auf den jeweiligen Soldaten beschränkt. Der Ami kann mit Sturmgewehren, der Russe mit Gewehren und die deutsche mit Schrottflinten aller Art umher ballern.

Mitstreiter und Achievements

Die Mitstreiter im Spiel sind überlebenswichtig. Man startet mit dem Ami und im Spielverlauf trifft man auf die anderen beiden und diese stehen fortan hilfreich zur Seite. Dankenswerterweise darf man diese auch im Gefecht steuern, jedoch nicht alle gleichzeitig, sondern immer nur den gewählten. Die anderen übernimmt die Computer KI und das funktioniert soweit auch ganz ordentlich. Achievements sind selbstverständlich auch vorhanden und werden auch satt belohnt. Bei Nahkämpfen wechselt die Waffe automatisch zur Machete, die jeder Soldat bei sich trägt und die heftig viel Schaden austeilt. Neben der ganzen Ballerei, gilt es auch den Bunker und seine Verteidigungsanlagen in Schuss zu halten. Beispielsweise müssen Zäune und Generator repariert oder Kisten als Hindernisse an den geeigneten Stellen positioniert werden. Das sorgt für Abwechslung und stellt den Tower Defense Part dar. Bedauerlicherweise sind die Tower Defense Elemente somit doch sehr spärlich gesät, etwas mehr hätte dem Spiel sicherlich gut zu Gesicht gestanden.

Grafik und Sound

Einfache Steuerung

Da es sich bei Deadly 30 um ein Indie Game handelt, zählt bei mir zum großen Teil nur die Spielidee. Die Grafik ist da eher zweitrangig und ich muss ehrlich gestehen, dass diese im Spiel niemanden vom Hocker reißen wird. Der Comic Stiel (sieht handgezeichnet aus!) geht aber auf jeden Fall in Ordnung und mit Splatter Effekten wird hier echt nicht gegeizt, Blut fließt gleich literweise. Über die Spielmusik will ich nicht allzu viele Worte verlieren. Die Musik ist unspektakulär und erfüllt ihren Zweck. Die Geräuschkulisse von Deadly 30 schlägt da in die gleiche Kerbe allerdings wird dadurch kaum die vielleicht nötige Gruselstimmung erzeugt. Macht aber nix, gibt wahrlich Schlimmeres.

Fazit

Deadly 30 hinterlässt bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck. Nach meinem persönlichen Empfinden hätte ein wenig mehr Abwechslung nicht geschadet und mehr Tower Defense Elemente wäre da eventuell nicht schlecht gewesen. Andererseits sind die tiefschwarzen Nächte mit eingeschränktem Sichtfeld und die Bunkerverteidigung eine spaßige Angelegenheit. Der Schwierigkeitsgrad ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Wäre Deadly 30 noch multiplayerfähig gewesen, wäre es garantiert ein Kracher. So ist es, für meinen Geschmack, eher im Mittelfeld anzusiedeln. Der Preis von umgerechnet knapp 4 Euro geht hier aber in Ordnung.

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7 Antworten auf Deadly 30 – Zombie Knallerei

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